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Teil 2 „Punktmacher zieht um“: die Sanierung

Geschrieben am 2. August 2017
von André Brömmel

Am 25. Januar 2017 zum ersten Mal besichtigt, mehrere Termine, Gespräche und Diskussionen. Einigkeit herrschte Anfang Juni. Erste Umbauarbeiten ab Mitte Juni möglich. Einzug zum 30. September geplant. Reine Sanierungs- bzw. Umbauzeit mit 14 Wochen veranschlagt und damit „sportlich“ getaktet.

Der Grundstein wurde 1904 gelegt. Den Baustil könnte man ggf. der Reformarchitektur zuordnen. Durch diverse Umbauten in den 1950er und 1970er Jahren wurde das Gebäude erweitert durch ein Treppenhaus und letztlich in den 70er durch Anbau eines kleinen Wintergartens.

Gladbeck um 1920: westlich (vom Betrachter aus) gelegen das Rathaus, östlich die Bahngleise

Ein Plan aus den 1960er Jahren für den Vorschlag des Umbaus – darin ersichtlich der Wintergarten.

Ein Umbau bzw. Veränderung folgender Dinge sind von Punktmacher gewünscht:

  • Elektroinstallationen erneuern und Netzwerk und Serverschrank installieren
  • Böden ausgleichen und ein Mix aus Designböden, Fliesen (60×60 cm) und Vlies verlegen
  • Decken von Tapete befreien und glätten
  • Wände von Tapeten befreien und in Q3 realisieren
  • tlw. Verbreiterung und Erneuerung der Eingangstüren
  • Entfernung zerstörter Holz-Rollladen gegen Aluminium-Raff-Store
  • Erneuerung der Fenster mit Dreifachverglasung
  • Gäste WC und Bad mit neuer Installation und neuer Keramik von Keramag aus der Serie Renova Plan 1
  • Armaturen von Hans Grohe aus der Serie Talis
  • insgesamt 9 Innentüren erneuern inklusive Zargen
  • Türdrücker von dormakaba (Serie Ogro)
  • Küche installieren
  • Bau einer Terrasse von ca. 36 m2 mit direktem Zugang von 3 Büros aus
  • Realisierung einer neuen Zuwegung zum Gebäude durch Betonsteine

Eine gute Gelegenheit, Handwerk, Architektur und Bau live zu erleben – André Brömmel bei der Arbeit am neuen Büro.

Eine Sanierung bestimmter Dinge ist aufgrund diverser Schäden nötig:

  • Entfernung des Mauerwerks am Wintergarten bzw. der Riemchen aufgrund eindringender Feuchtigkeit und Ersatz durch eine Wärmedämmverbund-System (WDVS)
  • Das Dach Wintergarten ist unzureichend ausgebildet – hier muss der Dachüberstand verlängert, Dachrinnen, Fallrohre und Dachziegel ersetzt werden

Noch kein Garten Eden:

Die umliegende Fläche ist ausladend. Und weil fast 2 Jahre lang wachsen durfte, was wachsen will, ist der Rasen nicht mehr zu retten und muss komplett geschält und neu eingesät werden. Damit die Bewirtschaftung einfach bleibt, ist ein Rasenmäher-Roboter vorgesehen, der für einen regelmäßigen Schnitt und zugleich für Düngung und dichteren Bewuchs sorgt.

Das Gebäude von der Rückseite betrachtet – kein echter Hingucker. Das soll sich aber ändern.

Fast 12 Jahre lang war bzw. ist Punktmacher in Essen an der Karolingerstraße 96 beheimatet. Hier hat die Werbeagentur am 01.01.2006 helle Büroräume bezogen und war peu à peu gewachsen.

Der Umzug kommt nicht überraschend, sondern ist von langer Hand geplant. Gründe dafür sind:

  • mehr Platz
  • Büros im Erdgeschoss gwünscht
  • Architektur unmittelbarer erleben
  • bessere verkehrstechnische Anbindung
  • ein attraktives und einladendes Umfeld

Darüber hinaus möchte der Geschäftsführer André Brömmel näher an seinem Heimatort Raesfeld sein, unter anderem auch bekannt als Sitz der Akademie Schloss Raesfeld.

Die Agentur baut das Erdgeschoss eines freistehenden Gebäudes um. Dazu werden in den insgesamt 8 Räumen über 20 Stürze und Doppel-T-Träger eingezogen, Wände von Tapeten befreit und in Putzwände verwandelt, Böden erneuert durch einem Mix aus Designböden und Fliesen, Decken in 2,90m aufgearbeitet, Türen und 2 Bäder/WC erneuert sowie eine Küche eingezogen.

Über 20 Stürze und Doppel-T-Träger werden verbaut, über 40 neue Schnitte durch Wände realisiert, diverse Türverbreiterungen und -erhöhungen vorgenommen

Die Immobilie macht großen Entwicklungsspielraum möglich.

Die Punktmacher vor der neuen Immobilie in Gladbeck, die gerade umgebaut und saniert wird. Der Ursprung des Bauwerkes ist aus dem Jahr 1904. Innen werden modernste Materialien verwendet, darunter Feinsteinzeug, Designböden und geputzte statt tapezierte Wände mit Deckenhöhen um 2,90m sorgen für genügend Freiraum.

Wenngleich Fassade, Fenster und Garten in den letzten 2 Jahren vernachlässigt wurden, ist die Immobilie mit Ursprung 1904 substanziell in einem guten Zustand. Daher lohnt sich auch der Umbau bzw. die Sanierung auch wenn so ziemlich alles angefasst werden muss.

Der Fassadenanstrich aus 3 Farbtönen der Serie Graphit soll die noch neu am Boden zu verlegenden anthrazitfarbenen Betonsteinplatten harmonisch in die Vertikale führen.

Die Fassade erhält dazu einen Anstrich in Hellgrau. Die neuen Fenster in weiß werden umrahmt von den Faschen, die ebenfalls weiß ausgearbeitet werden, umrandet von einer dünnen Linie aus der dunkelgrauen Version der Serie Graphit. Ein i-Tüpfelchen für die Fassade sind Raff-Store, die in Aluminiumweiß vorgesetzt werden. Die Fenster mit bis zu 1,85 m Höhe beeinträchtigt das wenig, auch wenn diese nun um ca. 20 cm flacher werden. Eine Verstecken hinter dem Mauerwerk oder Integration in den vorhandenen Rollladenkästen war nicht möglich u.a. wegen der abgehängten Decke, die auf 2,90 m endet, wegen der rudimentären Bauweise aber nicht auf 3,30 m geöffnet werden konnte und den einfachen Zugriff auf die Rollladenkästen verhinderte.

Von emco werden 3 Sauberlaufzonen eingebaut, von der die erste Zone bereits draußen vor der Haustür beginnt, gefolgt im Eingang von der 2. und von der 3. direkt vor der Büroeingangstür.

Alles in allem: ein noch mindestens 8-wöchiger steiler Weg, der zu gehen ist.