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Mythos Ideenfindung – auf Knopfdruck zu ausgezeichneten Ideen

Geschrieben am 19. Oktober 2015
von André Brömmel

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Die Idee ist alles – und ohne Idee ist das meiste nichts.

Unsere Erfahrung zeigt: Eine gute Idee kann jeder, wirklich jeder, ob Personaler, Vertriebler, Bandarbeiter, Marketer, Sekretärin und selbst der Geschäftsführer weiterdenken und erfolgreich in Kundengespräche einbauen.

Ein Beispiel: Die schnellste Fußleiste der Welt
Stellen wir uns vor, die tragende Idee für einen Messstand eines Unternehmens, das u.a. Presslufthammer, Kompressoren etc. herstellt, ist „Die effektivste Baustelle der Welt“. Wie würde der Messestand aussehen? Wie würde die Einladung dazu aussehen? Welche Bilder wären auf der Messerückwand zu sehen? Wie würden Sie Sätze formulieren? Welche Wörter würden Sie benutzen?

Die Idee leitet die Visualisierung, den Text und auch die Medien.

Ein weiteres Beispiel: Hersteller von Baumaschinen
Stellen wir uns vor, der Hersteller von Fußleisten hat eine innovative Fußleiste entwickelt, die man von der Wand „abklappen“ und dahinter mühelos streichen und die Leiste wieder „zurückklappen“ kann. Das geht schnell. Die übergeordnete Idee ist „Quick MIG – die schnellste Fußleiste der Welt“ (Anm.: MIG bedeutet im polnischen Sprachgebrauch „zackzack“ – und Polen ist ein relevanter Markt). Wie sähe das Logo aus? Welchen Eindruck würde das Logo machen? Wie sähe die Einladung zu einer Produktvorstellung aus? Wie sähe ein Produktflyer aus? Welche Wörter würden Sie verwenden?

Wie findet man die gute Idee?
Wer einmal eine Idee erarbeiten musste, der weiß, wie schwer es ist, gute Ideen zu generieren. Gute Ideen entstehen in der Regel nicht – wie gemeinhin gedacht – auf dem Weg zur Toilette. Sie sind das Ergebnis harter Denk- und Fleißarbeit. Wegwerfen gehört dabei ebenso zum Leidensweg wie Enttäuschung darüber, dass die Idee – nach eingehender Prüfung – doch schon vorher von jemand anderem entwickelt und veröffentlicht wurde. Eine neue Idee zu finden ist immer auch ein bisschen wie die Suche nach einem neuen Patent.

Eine außergewöhnliche Idee zu finden ähnelt der Suche nach dem heiligen Gral.

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Auf dem Weg zur Toilette kann ich nicht denken – auf der Toilette hingegen schon. (Kreativer, der namentlich verständlicherweise nicht genannt werden möchte).

Kreative besuchen regelmäßig Fortbildungen zum Thema Kreativitätstechniken, Ideenfindung oder Querdenken. Diese Fähigkeiten sind nötig, wenn man aus einem simplen USP (unique selling proposition) eine gute Anzeige oder einen noch besseren Spot machen möchte. Die letzten 20 Jahre zeigen, dass a) jede Person eine Idee gute haben kann. Das inkludiert Kunden, Lieferanten und ist unabhängig von der Position. Prädestiniert sind dazu theoretisch auch Auszubildende. Aber b) ist Idee nicht gleich Idee. Die Qualität der Idee bestimmt über deren Erfolg. Dazu gilt es, Parameter wie Adaptierbarkeit, Umsetzbarkeit und Visualisierung zu prüfen. Und hier trennt sich Spreu vom Weizen. Da bleibt das kreative „one hit wonder“ einer Single das, was es ist: einmalig. Es steht in keinem Vergleich oder Verhältnis zu Marken wie den Comedian Harmonists, Joe Cocker oder Cro.

Halten wir fest: keine Idee = keine Erinnerung

Ohne eine tragende Idee ist ein „roter Faden“ nicht erkennbar, weder visuell noch textlich. Und das wiederum führt zu einem schwächeren Impact beim Kunden – die Durchdringung und Merkfähigkeit leidet darunter erheblich.

Fragen, die vielleicht schmerzen – und Ihr Marketing effizienter machen

  • Erinnern Sie sich an Ihre letzte Weihnachtskarte? Wenn nicht, warum sollte sich Ihr Kunde daran erinnern?
  • Erinnern Sie die Kernbotschaft der letzten Produktbroschüre? Wenn nicht, wie mag es Ihrem Kunden ergehen?
  • Welcher eine Satz beschreibt Ihre Unternehmensbroschüre am besten? Was ist der Kern der Botschaft, wenn der Leser 12, 28 oder 52 Seiten zugeschlagen hat? Was soll ihm im Gedächtnis bleiben?
  • Was war der inspirierende Satz für Ihren letzten Messestand? War dieser für Besucher sichtbar und erlebbar? Und würden diese ihn noch heute erinnern?

Im Marketing zählt nicht das Wort, sondern – wie im Vertrieb auch – das Ergebnis. Jeder in Marketing investierte Euro muss dem Unternehmen etwas bringen. Andernfalls läuft das Marketing Gefahr, die Daseinsberechtigung zu verlieren. Wir nennen das Return on Invest (ROI) bzw. Return On Marketing Invest (ROMI). Diese Betrachtungsweise führt zu wichtigen Erkenntnissen und macht aus dem Marketing im Unternehmen einen relevanten Unternehmensbereich, von dem wir heute wissen, dass es ohne Marketing nicht geht, denn:

NUR INNOVATION UND MARKETING TREIBEN DEN UNTERNEHMENSERFOLG

Investieren Sie Zeit in die Ideenentwicklung
Bevor Sie über Maßnahmen nachdenken, investieren Sie Zeit in die Entwicklung einer tragfähigen Idee. Diese Arbeit lohnt sich, denn es kommen großartige Vorteile hinzu:

  • der Impact in der Zielgruppe steigt erheblich
  • das Zahl der Weiterempfehlung steigt
  • die Erinnerung ist größer (gestützt/ungestützt, aided/unaided)
  • alle Beteiligten können die Idee weiterentwickeln und diffundieren diese hindurch bis in jeden Winkel des Unternehmens und Marktes
  • die Idee multipliziert sich einfacher und erfolgreicher
  • die Kunden können schneller entscheiden – nämlich emotional (belegt ist: bis 95% aller Kaufentscheidungen werden via „Autopilot“ getroffen – der Bauch entscheidet, der Kopf verargumentiert den Kauf später)

Empfehlung
Wenn Sie noch keine oder nur wenige Erfahrung mit Ideen und roten Fäden gemacht haben, nutzen Sie die nächste Produktbroschüre, Unternehmensbroschüre, das nächste Mailing oder selbst die Weihnachtskarte als willkommenen Anlass, einen Unterschied zu machen.